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tell no lies claim no easy victoryHans Falb, Philipp Schmickl2009 | Verein Impro 208 Seiten
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Rezension
„Ja, natürlich, man trinkt viel Bier, und legendär ist der letzte Abend, an dem sich niemand mehr zurückhält. Flaschen liegen auf dem Boden und die Leute sind da, irgendwo, betrunken, glücklich, voll mit Klängen, (…) das ist ein schönes Leben (…).“ Was Bassistin Joelle Leandre beschreibt, ereignet sich seit drei Jahrzehnten in der burgenländischen Grenzgemeinde Nickelsdorf, die aufgrund der „Konfrontationen“ zu einem internationalen Hotspot für Free Jazz und freie Improvisation geworden ist.
Das Buch, das die Nickelsdorfer, zuvorderst Hans Falb und Philipp Schmickl, zusammengestellt haben, ist eine Collage aus Erinnerungen, Interviews, Anekdoten, Danksagungen, Fotos, Musik- und Literaturverweisen. Tendenzen und Vorlieben sind auszumachen (etwa für den dezidiert politischen afroamerikanischen Jazz), Systematik eher keine. Manches verzweigt und verzettelt sich in Zusammenhängen, die wohl nur mehr für die Eingeweihten nachvollziehbar sind, anderes ist auch für Musikliebhaber außerhalb der Gattung homo nickelsdorfiensis interessant. Und manch apokryphes Detail gewinnt überraschende Stringenz – etwa wenn der mittlerweile in Nickelsdorf lebende deutsche Drummer Paul Lovens seine legendäre Arbeitskluft (weißes Hemd, schwarze Krawatte) so deutet: „Lass mich schwarzweiß bleiben: wie ein Kellner, der der Musik dient.“










